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Was sind die Kernaufgaben der IHK?

Die Arbeit der IHK fußt auf drei Säulen: Die IHK setzt sich gegenüber der Politik für die Belange der Wirtschaft ein, sie versteht sich als Dienstleister der Wirtschaft und sie übernimmt anstelle des Staates Aufgaben im Interesse der Wirtschaft.

Interessenvertretung der regionalen Wirtschaft

Die IHK setzt sich im Rahmen der Interessenvertretung für die Belange der regionalen Wirtschaft ein. Analog gilt das für das Engagement der IHK-Landesarbeitsgemeinschaften im jeweiligen Bundesland sowie für die Arbeit des DIHK als Sprachrohr der IHK-Organisation in Berlin und Brüssel. Durch die enge Rückkoppelung mit den Unternehmen weiß die IHK, was die Unternehmen in den Regionen bewegt. Dieses Wissen bringt sie aktiv in politische Entscheidungsprozesse ein. Die IHK-Organisation wird zu einer Vielzahl von wirtschaftsrelevanten Themen von der Politik auf allen Ebenen befragt. Sie unterstützt die Politik dabei in einer zentralen Aufgabe – dem abwägenden Ausgleich zwischen verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen.

Unternehmensservice

Die IHK unterstützt Unternehmen mit vielfältigen Produkten und Dienstleistungen bei ihrer Geschäftstätigkeit. Zum Angebot gehören Seminare und Lehrgänge ebenso wie Existenzgründungsberatung, Ländersprechtage und diverse IHK-Netzwerke. Dabei sind Existenzgründungsberatungen, Seminare zu unternehmensrelevanten Auskünften in Steuer- und Rechtsfragen, bis hin zu betrieblichen Krisensituationen ebenso wichtig wie die Durchführung von Aus- und Weiterbildungsprüfungen. Während kleine Unternehmen häufig die Existenzgründungsberatung sowie Auskünfte in Steuer- und Rechtsfragen nachfragen, stehen bei den großen Unternehmen die Prüfungsleistungen der IHK an vorderster Stelle.

Gesetzliche Aufgaben

Nicht der Staat soll über die Wirtschaft bestimmen, sondern die Unternehmen selbst – so ein Grundgedanke der IHK. Die IHK unterstützt daher klare Regeln für alle Marktteilnehmer und nimmt gesetzliche Aufgaben wahr. Die Übernahme solcher Aufgaben anstelle des Staates, wie etwa in der Ausbildung, sichert Mitspracherechte der Unternehmen und vermeidet unnötige Bürokratie. Aufgrund des breiten ehrenamtlichen Engagements innerhalb der IHK-Organisation kann die personelle Ausstattung der Geschäftsstellen im Vergleich zu Verwaltungsorganisationen schlank gehalten werden. Insbesondere im Bereich der Ausbildung verspricht die Zuständigkeit der IHK schließlich erhebliche Vorteile gegenüber dem staatlichen Bildungssystem. Denn nur eine Ausbildung durch die Unternehmer selbst gewährleistet einen praxisnahen Bildungsweg, der die Heranwachsenden optimal auf die tatsächlichen Aufgaben im Berufsleben vorbereitet. Derzeit erfüllen die IHKs zahlreiche Aufgaben, die ihnen vom Staat übertragen sind: Neben der Ausbildung gehören dazu das Ausstellen von Ursprungszeugnissen, die Durchführung von Sach- und Fachkundeprüfungen, die Führung von Registern, die Bestellung von vereidigten Sachverständigen – und es kommen immer wieder neue Aufgaben hinzu, so aktuell die Anerkennung von ausländischen Qualifikationen oder die Sachkundeprüfung für Finanzanlagenvermittler.