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Wer entscheidet, welche Interessen vertreten werden?

Entscheider ist in jeder IHK die Vollversammlung. Die Hauptaufgabe der IHK ist die Interessenvertretung ihrer Mitgliedsunternehmen. Dabei wägt sie die unterschiedlichen Branchen- und Einzelinteressen unabhängig von der Unternehmensgröße im IHK-Bezirk ab und bündelt so das Gesamtinteresse der Wirtschaft. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal der IHK. Als Sprachführerin für die regional ansässigen Unternehmen gibt die IHK der regionalen Wirtschaft eine Stimme und bezieht im Auftrag ihrer Mitglieder Stellung zu den aktuellen wirtschaftspolitischen Themen.

Dabei sind die Interessen des kleinen Kiosk-Besitzers, des IT-Unternehmers, des Maschinenbauers aus dem Mittelstand sowie des weltweit aktiven DAX-Unternehmens zwar manchmal sehr unterschiedlich. Einiges haben sie aber auch gemeinsam: Sie alle brauchen z.B. ein wirtschaftsfreundliches Umfeld, eine gute Verkehrsinfrastruktur, einen fairen Wettbewerb, Rechtssicherheit und gut ausgebildete Fachkräfte. Grundgedanke der IHK ist es daher, die Vielfalt der Unternehmsinteressen darzustellen und sie auf demokratischem Wege zu einer Position der regionalen Wirtschaft zu bündeln.

Die Vollversammlung ist ein Spiegel der regionalen Wirtschaft, die über die Stellungnahmen und wirtschaftspolitischen Aussagen der IHK im Sinne des Gesamtinteresses entscheidet und über zukünftige Aufgaben der IHK Mittlerer Niederrhein, insbesondere im Rahmen der Interessenvertretung, beschließt. Die Vollversammlung hat sich für die Amtszeit 2017 bis 2021 ein Leitbild gegeben, das die wesentliche Ausrichtung der IHK-Arbeit für die nächsten fünf Jahre festlegt und veranschaulicht. Die Geschäftsführung der IHK Mittlerer Niederrhein leitet aus dem Leitbild konkrete Projekte und Dienstleistungen für die Jahresplanung ab, die die Vollversammlung beschließt. Mit „Gesagt-Getan“ wird die Geschäftsführung im Jahr darauf durch die Vollversammlung überprüft, ob die gesetzten Ziele der Jahresplanung erreicht wurden.