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Warum braucht die IHK die gesetzliche Mitgliedschaft?

Die IHK bündelt die Interessen der regionalen Wirtschaft, wägt sie ab und vertritt sie gegenüber Politik und Verwaltung. Die gesetzliche Mitgliedschaft sichert, dass alle Unternehmen hierbei berücksichtigt werden. Dadurch sind auch kleine und mittlere Unternehmen bei der Meinungsbildung dabei. Anders als Verbände, die eher Brancheninteressen vertreten, hat die IHK ein Alleinstellungsmerkmal als Sprachführerin der regionalen Wirtschaft.

Darüber hinaus erfüllt die IHK wirtschaftsnah eine Reihe von Aufgaben, die ihr der Staat übertragen hat. Die wichtigste Aufgabe ist die Berufsausbildung. Die IHK organisiert sie im Zusammenspiel zwischen Betrieben und Berufsschulen und nimmt die Prüfungen ab. Diese Aufgabe kann nur solidarisch finanziert werden. Alle profitieren schließlich von gut ausgebildeten Mitarbeitern. Weiterhin betreuen die  IHKs beispielsweise Sachverständige, unterstützen den internationalen Handel mit Ursprungszeugnissen und prüfen Gefahrgutfahrer. Das sind typische hoheitliche Aufgaben, die sonst der Staat übernehmen müsste. Bei der IHK bestimmen Unternehmer, wie diese Aufgaben wahrgenommen werden.