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Welchen Nutzen hat die gesetzliche Mitgliedschaft für mich?

Jedes Unternehmen profitiert von der Arbeit der IHK – direkt oder indirekt. Wenn die IHK zum Bespiel dafür sorgt, dass die Verkehrsanbindung in die Innenstadt verbessert wird, ist das gut für jeden, der dort ein Geschäft hat. Von sachkundigen Gutachten der IHK bei schwierigen öffentlichen Investitionsentscheidungen hat jeder einen Nutzen, der in der betreffenden IHK-Region seinen Geschäften nachgeht. Im Dialog mit den politischen Entscheidern drängt die IHK zum Beispiel auf niedrige Steuer- und Abgabelasten, Abbau von Bürokratie oder erträgliche Umweltauflagen. Insbesondere die Interessenvertretung der IHK als Sprachrohr der gesamten regionalen Wirtschaft kommt allen Mitgliedsunternehmen (unabhängig von Größe und Engagement) zugute.

Die Arbeit der IHK nutzt auch jedem, der zum Beispiel eine Bürokauffrau oder einen Mediengestalter einstellt. Die IHK Mittlerer Niederrhein nimmt  jedes Jahr über 10.000 Zwischen- und Abschlussprüfungen ab und sorgt für eine solide Ausbildung der Mitarbeiter von morgen. Die große Bedeutung des erfolgreichen deutschen Modells der dualen Berufsausbildung zeigt sich gerade in Zeiten des Fachkräftemangels. Dabei können die Unternehmen direkt Einfluss auf die Ausbildungs- und Prüfungsinhalte nehmen. Das sichert die Qualität und Praxisnähe der Berufsausbildung in Deutschland.

Positiv interpretiert bedeutet „Pflichtmitgliedschaft“ die Möglichkeit zur „Selbstverwaltung der Wirtschaft“: Vielfältige Aufgaben nehmen die IHKs anstelle des Staates wahr. Sie stellen u.a. Ursprungszeugnisse und Carnets aus, nehmen Prüfungen bei der Berufsbildung ab, vereidigen Sachverständige und registrieren Versicherungs- und Finanzanlagevermittler. Viele dieser Aufgaben hat der Staat den IHKs übertragen. Würde der Staat diese Aufgaben selbst wahrnehmen, so bekämen die Unternehmen dies nicht nur durch höhere Steuern und Abgaben zu spüren, sie müssten zudem auf Mitsprache- und Beteiligungsmöglichkeiten in diesen Angelegenheiten verzichten.